Was kostet eine US-LLC wirklich? Der ehrliche 3-Jahres-Vergleich

Von 300 Dollar Pflichtgebühren bis zum Full-Service-Paket: Wir rechnen drei Gründungswege über drei volle Jahre durch – ehrlich, mit allen versteckten Kosten und ohne die üblichen Schönrechnereien.

Redaktion Einfach Gründen · 13. Juli 2026 · 11 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Komplett-DIY in Wyoming kostet über 3 Jahre nur rund 300 bis 600 US-Dollar an Pflichtgebühren – dafür investierst du realistisch 20 bis 40 Stunden eigene Zeit und trägst das volle Fehlerrisiko.
  • Form 5472 ist der teuerste versteckte Posten: Wer die jährliche Meldung vergisst oder falsch einreicht, riskiert 25.000 US-Dollar Strafe – pro Jahr und Formular.
  • US-Formation-Services wirken günstig, landen aber durch EIN-Add-ons, Registered-Agent-Verlängerungen und Compliance-Abos realistisch bei 600 bis 1.500 US-Dollar über 3 Jahre – ohne DACH-Steuerkontext.
  • Einfach Gründen kostet über 3 Jahre 2.473 Euro (997 Euro einmalig plus 41 Euro pro Monat) – mit Gründung, EIN, Registered Agent, Dashboard und Compliance-Erinnerungen inklusive.
  • Das BOI-Reporting ist seit dem 26. März 2025 für in den USA gegründete LLCs entfallen – Kostenvergleiche, die dafür noch Servicegebühren einrechnen, sind veraltet.

Eine US-LLC in Wyoming kostet über drei Jahre zwischen rund 300 und 600 US-Dollar an reinen Pflichtgebühren – wenn du alles selbst machst, fehlerfrei arbeitest und 20 bis 40 Stunden eigene Zeit investierst. Mit einem US-Formation-Service landest du je nach Paket und Add-ons realistisch bei 600 bis 1.500 US-Dollar, mit Einfach Gründen bei 2.473 Euro über drei Jahre – dafür mit deutschsprachiger Begleitung, EIN, Registered Agent und Compliance-System inklusive. Welcher Weg der richtige ist, hängt weniger vom Preis ab als von deiner Erfahrung und deinem Risikoprofil – und genau das rechnen wir hier ehrlich durch.

Warum die meisten Kostenvergleiche schönrechnen

Wer nach den Kosten einer US-LLC sucht, findet meist zwei Extreme: Anbieter, die mit einer LLC ab 0 Dollar werben und die Staatsgebühren, Add-ons und Folgekosten im Kleingedruckten verstecken – und Panikmacher, die jede LLC als Kostenfalle darstellen. Beides ist unehrlich.

Die Wahrheit: Die Gründung selbst ist der kleinste Kostenblock. Entscheidend sind die laufenden Kosten über mehrere Jahre – und vor allem das, was passiert, wenn du eine Pflicht übersiehst. Deshalb rechnen wir hier nicht das erste Jahr schön, sondern drei volle Jahre in drei Szenarien: komplett selbst gemacht, mit einem US-Formation-Service und mit Einfach Gründen.

Wichtig vorab: Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für deine individuelle Situation – gerade auf der deutschen Steuerseite – gehört ein Steuerberater mit ins Boot. Alle Dollar-Beträge sind Stand Juli 2026 recherchiert; die Umrechnung in Euro schwankt mit dem Wechselkurs.

Diese Kosten hat jede US-LLC – egal, welchen Weg du gehst

Bevor wir vergleichen, ein Punkt, den viele Vergleiche unterschlagen: Drei Kostenblöcke fallen in jedem Szenario an. Sie unterscheiden die Wege nicht – aber wer sie nicht kennt, unterschätzt seine Gesamtkosten.

1. Die Staatsgebühren von Wyoming. Die Gründung (Articles of Organization) kostet einmalig 100 US-Dollar, danach fällt jedes Jahr die Annual Report License Tax an: mindestens 60 US-Dollar oder 0,0002 US-Dollar pro Dollar an Vermögenswerten in Wyoming – für die allermeisten DACH-Gründer ohne Vermögen im Bundesstaat bleibt es beim Minimum. Die aktuellen Sätze findest du in der offiziellen Gebührenordnung des Wyoming Secretary of State. Diese Gebühren fließen direkt an den Staat – kein Anbieter der Welt kann sie dir ersparen.

2. Die jährliche Meldung an die IRS. Eine ausländisch gehaltene Single-Member-LLC muss jedes Jahr Form 5472 zusammen mit einer Pro-forma-1120 einreichen, sobald meldepflichtige Transaktionen mit dir als Eigentümer stattfinden – und das ist praktisch immer der Fall, schon die Gründungskosten zählen dazu. Details stehen in den offiziellen IRS-Instruktionen zu Form 5472. Selbst einreichen kostet nichts, extern liegt die Marktspanne Stand Juli 2026 je nach Anbieter und Komplexität etwa zwischen 200 und 750 US-Dollar pro Jahr.

3. Das Geschäftskonto. Die gute Nachricht: Ein US-Geschäftskonto muss nichts kosten. Mercury bietet seinen Basisplan ohne Monatsgebühr, ohne Mindesteinlage und ohne Kontoführungsgebühren an (kostenpflichtige Zusatzstufen gibt es, sie sind aber optional). Bei Wise Business zahlst du einmalig rund 31 US-Dollar für die US-Kontodaten, danach fällt keine Monatsgebühr an – nur Währungsumrechnungsgebühren, laut Wise-Preisseite ab rund 0,6 Prozent je nach Währungspaar. Beide Angebote Stand Juli 2026.

Szenario 1: Komplett-DIY – die ehrliche Rechnung

Du kannst eine Wyoming-LLC vollständig selbst gründen. Das ist legal, machbar und für erfahrene Gründer eine valide Option. So sieht die reine Gebührenrechnung aus:

| Posten | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | |---|---|---|---| | Articles of Organization (Staat) | 100 $ | – | – | | Annual Report License Tax (Staat) | – | 60 $ | 60 $ | | Registered Agent | 25–125 $ | 25–125 $ | 25–125 $ | | EIN per Fax bei der IRS | 0 $ | – | – | | Summe | 125–225 $ | 85–185 $ | 85–185 $ |

Über drei Jahre: rund 295 bis 595 US-Dollar. Der Registered Agent ist gesetzlich Pflicht – du brauchst eine physische Adresse in Wyoming, die Behördenpost annimmt. Die Preisspanne am Markt reicht Stand Juli 2026 von Budget-Anbietern ab etwa 25 US-Dollar pro Jahr bis zu Premium-Diensten um 125 US-Dollar und mehr.

Der Posten, den niemand einrechnet: deine Zeit

Auf dem Papier ist DIY unschlagbar günstig. Realistisch investierst du aber 20 bis 40 Stunden: Bundesstaat recherchieren, Articles of Organization korrekt einreichen, ein Operating Agreement aufsetzen, das Formular SS-4 für die EIN ausfüllen und per Fax an die IRS schicken, das Banking-Setup durchziehen und dir einen eigenen Compliance-Kalender bauen, damit du keine Frist verpasst.

Die EIN selbst ist übrigens komplett kostenlos – die IRS erhebt dafür keine Gebühr. Ohne US-Sozialversicherungsnummer läuft der Antrag über Telefon, Fax oder Post: Internationale Antragsteller ohne US-Geschäftssitz können die IRS unter +1 267-941-1099 anrufen und erhalten die EIN direkt im Gespräch; per Fax dauert es laut den IRS-Instruktionen zu Form SS-4 in der Regel etwa vier Werktage, per Post rund vier Wochen. Nur der Online-Antrag setzt eine SSN oder ITIN voraus. Wer dir die EIN als teures Extra verkauft, verkauft dir eine Dienstleistung, keine amtliche Gebühr.

Rechne deinen eigenen Stundensatz gegen diese 20 bis 40 Stunden – dann weißt du, was DIY dich wirklich kostet.

Das 25.000-Dollar-Risiko

Und jetzt der Punkt, an dem DIY teuer werden kann: Form 5472. Wer die Meldung nicht, zu spät oder unvollständig einreicht, riskiert 25.000 US-Dollar Strafe pro Formular und Jahr. Bleibt der Verstoß nach einer IRS-Aufforderung länger als 90 Tage bestehen, kommen weitere 25.000 US-Dollar je angefangene 30 Tage dazu. Besonders tückisch: Auch wer Form 5472 und die Pro-forma-1120 getrennt statt als ein Paket einreicht, gilt formal als Nichtabgeber. Das ist keine Theorie zur Abschreckung, sondern geltendes Recht nach den IRS-Regeln – und der mit Abstand größte versteckte Kostenfaktor einer US-LLC.

Für wen DIY wirklich passt

Ehrliche Einordnung: Wenn du schon einmal eine US-Gesellschaft geführt hast, sicher auf Englisch mit Behörden kommunizierst und dir zutraust, IRS-Fristen eigenverantwortlich zu managen, ist DIY die günstigste und völlig legitime Option. Du sparst über drei Jahre vierstellig – und trägst dafür das volle Risiko selbst.

Szenario 2: US-Formation-Services

Die großen amerikanischen Gründungsdienste sind der Mittelweg: Sie nehmen dir die Formalitäten der Gründung ab, ohne dass du den vollen DIY-Aufwand hast. Die Marktpreise Stand Juli 2026:

| Posten | Typische Marktspanne | |---|---| | Formation-Paket (Service) | 0–399 $ zzgl. 100 $ State Fee | | EIN-Service für Non-Residents | ca. 50–200 $ einmalig | | Registered Agent ab Jahr 2 | ca. 125–249 $/Jahr | | Compliance-/Annual-Report-Abo | ab ca. 199 $/Jahr (optional) |

Das Muster ist fast überall gleich: Der Einstieg wirkt günstig – teils sogar kostenlos bis auf die Staatsgebühr –, aber die Rechnung wächst über Add-ons. Gerade für Gründer ohne US-Sozialversicherungsnummer wird die EIN als Zusatzleistung berechnet, und der im ersten Jahr oft kostenlose Registered Agent verlängert sich danach zu Preisen von 125 bis 249 US-Dollar pro Jahr. Über drei Jahre landest du je nach Paket und Add-ons realistisch bei etwa 600 bis 1.500 US-Dollar – zuzüglich der Staatsgebühren und der Form-5472-Betreuung, die auch hier fast nie enthalten ist.

Wo die echten Grenzen liegen

Um fair zu bleiben: Die etablierten US-Anbieter machen ihren Job ordentlich, die Gründung selbst läuft dort zuverlässig. Die Grenzen liegen woanders:

  1. Sprache und Support. Der komplette Prozess läuft auf Englisch, der Support in US-Zeitzonen. Wenn du eine Rückfrage der IRS nicht sicher einordnen kannst, hilft dir ein englischer Chat-Support nur begrenzt.
  2. Add-on-Logik. Das Geschäftsmodell lebt von Upsells. Du musst bei jedem Haken wissen, ob du die Leistung wirklich brauchst – die EIN etwa bekommst du bei der IRS kostenlos.
  3. Kein DACH-Steuerkontext. Der wichtigste Punkt: Ein US-Anbieter kann und darf dir nichts dazu sagen, was deine LLC steuerlich in Deutschland oder Österreich bedeutet. Betriebsstätte, Steuerpflicht am Wohnsitz, Doppelbesteuerungsabkommen – genau da entstehen die teuren Fehler von DACH-Gründern, und genau da endet die Zuständigkeit jedes US-Services.

Szenario 3: Einfach Gründen – die transparente Vollrechnung

Jetzt zu uns – mit offenen Karten. Das Starter-Paket von Einfach Gründen kostet 997 Euro einmalig plus 41 Euro pro Monat. Darin enthalten: die komplette Gründung deiner LLC, die EIN-Beantragung bei der IRS, der Registered Agent, dein Dashboard mit allen Dokumenten, automatische Compliance-Erinnerungen für alle US-Fristen und zwölf Monate persönliche Begleitung – auf Deutsch, mit DACH-Kontext.

| Posten | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | |---|---|---|---| | Starter-Paket (einmalig) | 997 € | – | – | | Laufend (41 €/Monat) | 492 € | 492 € | 492 € | | Summe | 1.489 € | 492 € | 492 € |

Über drei Jahre: 2.473 Euro. Die staatlichen Gebühren an Wyoming (100 US-Dollar Gründung, 60 US-Dollar Annual Report pro Jahr) fließen wie in jedem Szenario an den Bundesstaat.

Und jetzt der Teil, den du auf den wenigsten Anbieter-Seiten liest: Wir sind nicht die günstigste Option – und das behaupten wir auch nicht. Wenn du erfahren bist, Englisch sicher beherrschst und deine Fristen selbst managen willst, fährst du mit DIY über drei Jahre um ein Vielfaches billiger. Was du bei uns bezahlst, ist etwas anderes: dass keine Frist durchrutscht, dass die EIN- und Gründungsformalitäten sauber laufen, dass du bei jeder IRS-Post jemanden auf Deutsch fragen kannst – und dass jemand den DACH-Kontext mitdenkt, den kein US-Anbieter abdeckt. Kurz: Der Aufpreis ist eine Versicherung gegen genau die Fehler, die im DIY-Szenario 25.000 US-Dollar kosten können.

Die versteckten Kosten, die jeder hat – und kaum jemand nennt

Egal, für welchen Weg du dich entscheidest: Diese Posten gehören in jede ehrliche Kalkulation.

Steuerliche Betreuung für Form 5472

Wenn du die jährliche Meldung nicht selbst machen willst, kostet die externe Erstellung von Form 5472 plus Pro-forma-1120 Stand Juli 2026 je nach Anbieter etwa 200 bis 750 US-Dollar pro Jahr. Über drei Jahre sind das schnell 600 bis 2.250 US-Dollar zusätzlich – in jedem Szenario.

Bankkonto: von kostenlos bis Premium

Mercury ist im Basisplan dauerhaft kostenlos, Wise Business kostet einmalig rund 31 US-Dollar für die US-Kontodaten. Für die meisten Gründer reicht das völlig. Kostenpflichtige Premium-Stufen mit Zusatzfunktionen gibt es bei beiden – nötig sind sie für den Start nicht.

Apostillen bei Bedarf

Wenn eine deutsche Bank, ein Notar oder eine Behörde beglaubigte US-Dokumente verlangt, brauchst du eine Apostille. Der Wyoming Secretary of State berechnet dafür 20 US-Dollar pro Apostille, beglaubigte Kopien der Articles kosten 10 US-Dollar – plus Versand. Dienstleister, die das für dich abwickeln, nehmen deutlich mehr. Budgetiere für den Fall der Fälle 50 bis 200 US-Dollar ein.

Die deutsche Steuerseite

Der ehrlichste Satz in diesem Artikel: Eine US-LLC ändert nichts an deiner Steuerpflicht, solange du in Deutschland oder Österreich lebst. Die Einkünfte musst du an deinem Wohnsitz erklären, und je nach Konstellation braucht es dafür einen Steuerberater, der beide Welten kennt. Diese Kosten variieren stark und lassen sich seriös nicht pauschal beziffern – null Euro sind es aber praktisch nie. Wer dir eine LLC als Steuersparmodell ohne diesen Posten verkauft, rechnet dich schön.

Was nicht mehr anfällt: der BOI-Report

Ein Kostenpunkt ist dafür weggefallen: Seit dem 26. März 2025 sind in den USA gegründete Gesellschaften laut der Interimsregelung von FinCEN vom Beneficial-Ownership-Reporting befreit. Ältere Vergleiche, die noch BOI-Servicegebühren einrechnen, sind überholt.

Der 3-Jahres-Vergleich auf einen Blick

| | Komplett-DIY | US-Formation-Service | Einfach Gründen | |---|---|---|---| | Servicekosten 3 Jahre | ca. 75–375 $ (nur Agent) | ca. 600–1.500 $ | 2.473 € | | Staatsgebühren 3 Jahre | 220 $ | 220 $ | 220 $ | | EIN | 0 $ (selbst per Fax) | oft 50–200 $ Add-on | inklusive | | Eigener Zeitaufwand | hoch (20–40 Std.) | mittel | gering | | Sprache | Englisch | Englisch | Deutsch | | DACH-Steuerkontext | nein | nein | ja | | Compliance-Erinnerungen | selbst organisieren | teils als Abo | inklusive | | Fehlerrisiko Fristen | trägst du allein | reduziert | durch System und Begleitung minimiert |

Form 5472 bleibt in allen drei Szenarien deine gesetzliche Pflicht – der Unterschied liegt darin, ob dich ein System rechtzeitig erinnert und ob du jemanden fragen kannst, bevor etwas schiefgeht.

Wie du dich entscheidest

Drei ehrliche Fragen reichen:

  1. Hast du schon eine US-Firma geführt oder vergleichbare Behördenerfahrung? Ja: DIY ist für dich realistisch. Nein: Rechne den Servicepreis als Versicherung gegen das 25.000-Dollar-Risiko.
  2. Was ist dir deine Zeit wert? 20 bis 40 Stunden Einarbeitung sind bei DIY keine Übertreibung, sondern eine realistische Spanne. Multipliziere das mit deinem Stundensatz.
  3. Brauchst du den DACH-Kontext? Wenn du in Deutschland oder Österreich lebst und die LLC neben deinem bestehenden Setup betreibst, entstehen die teuren Fehler selten in Wyoming – sondern zu Hause. Dann brauchst du Begleitung, die beide Seiten kennt.

Fazit: Es gibt drei richtige Antworten – aber nur eine für dich

Die günstigste US-LLC kostet über drei Jahre rund 300 US-Dollar plus deine Zeit. Die bequemste kostet 2.473 Euro und nimmt dir Fristen, Formalitäten und die Sprachbarriere ab. Dazwischen liegen die US-Services – solide bei der Gründung, blind für deine Steuersituation zu Hause. Unehrlich wird ein Vergleich erst, wenn er die Staatsgebühren, die Form-5472-Pflicht und die deutsche Steuerseite verschweigt. Genau die hast du jetzt auf dem Tisch – und kannst mit echten Zahlen entscheiden, statt mit Werbeversprechen.

Noch einmal ausdrücklich: Dieser Artikel ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für deine konkrete Situation – insbesondere die Behandlung der LLC an deinem Wohnsitz – sprich mit einem Steuerberater, der internationale Sachverhalte kennt.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine US-LLC in Wyoming im ersten Jahr?
Im DIY-Szenario zahlst du im ersten Jahr nur die staatliche Gründungsgebühr von 100 US-Dollar plus Registered Agent (je nach Anbieter etwa 25 bis 125 US-Dollar pro Jahr). Die EIN ist bei der IRS kostenlos. Mit US-Formation-Services kommen je nach Paket und Add-ons meist 250 bis 700 US-Dollar zusammen, bei Einfach Gründen sind es 997 Euro einmalig plus 41 Euro pro Monat – dafür mit EIN, Registered Agent und deutschsprachiger Begleitung inklusive.
Welche laufenden Kosten hat eine US-LLC pro Jahr?
In Wyoming fallen mindestens 60 US-Dollar Annual Report License Tax pro Jahr an, dazu der Registered Agent (etwa 25 bis 249 US-Dollar je nach Anbieter). Rechne außerdem mit der jährlichen Pflichtmeldung Form 5472 plus Pro-forma-1120: selbst gemacht kostenlos, extern je nach Anbieter rund 200 bis 750 US-Dollar pro Jahr (Stand Juli 2026).
Ist die EIN wirklich kostenlos?
Ja. Die IRS erhebt für die Vergabe einer EIN keine Gebühr. Ohne US-Sozialversicherungsnummer beantragst du sie per Formular SS-4 über Telefon, Fax oder Post: Internationale Antragsteller ohne US-Geschäftssitz können die IRS unter +1 267-941-1099 anrufen und erhalten die EIN direkt im Gespräch; per Fax dauert es laut IRS in der Regel etwa vier Werktage, per Post rund vier Wochen. Nur der Online-Antrag setzt eine SSN oder ITIN voraus. Kostenpflichtige EIN-Angebote sind reine Serviceleistungen, keine amtlichen Gebühren.
Muss ich für meine US-LLC noch einen BOI-Report bezahlen?
Nein. Seit der FinCEN-Interimsregelung vom 26. März 2025 sind in den USA gegründete Gesellschaften – also auch deine Wyoming-LLC – vom Beneficial-Ownership-Reporting befreit. Ältere Kostenvergleiche, die dafür noch Servicegebühren ansetzen, sind überholt.
Was kostet Form 5472 beim Steuerberater?
Die Marktpreise für die Erstellung von Form 5472 plus Pro-forma-1120 liegen Stand Juli 2026 je nach Anbieter und Komplexität etwa zwischen 200 und 750 US-Dollar pro Jahr. Du kannst die Meldung auch selbst einreichen – dann kostet sie nichts, aber Fehler oder verpasste Fristen können 25.000 US-Dollar Strafe auslösen.
Ist DIY nicht immer die beste Wahl, weil am günstigsten?
Auf dem Papier ja: rund 300 bis 600 US-Dollar über drei Jahre sind unschlagbar. Realistisch kommen aber 20 bis 40 Stunden Eigenzeit dazu – plus das Risiko, eine US-Frist zu übersehen. Wer schon einmal eine US-Firma geführt hat und sicher auf Englisch mit Behörden kommuniziert, fährt mit DIY gut. Für alle anderen ist der Aufpreis für einen Service vor allem eine Versicherung gegen teure Fehler.