Firstbase, Doola und StartGlobal gehören zu den bekanntesten Services für die US-LLC-Gründung — und alle drei machen ihren Kernjob solide. Die reine Gründung kostet dort zwischen rund 297 und 599 US-Dollar (Stand Juli 2026), je nach Anbieter, Paket und Bundesstaat. Für dich als Gründer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz liegt der entscheidende Unterschied aber nicht im Gründungspreis, sondern in dem, was danach kommt: laufende Kosten, englischsprachiger Support in US-Zeitzonen — und ein blinder Fleck namens DACH-Steuerrecht, den keiner der drei Anbieter abdeckt.
Vorweg: Warum dieser Vergleich ehrlich sein muss
Volle Transparenz: Wir von Einfach Gründen bieten selbst US-LLC-Gründungen für deutschsprachige Gründer an. Genau deshalb bekommst du hier keinen Verriss der Konkurrenz — den hätten die drei auch nicht verdient. Firstbase, Doola und StartGlobal sind etablierte Anbieter mit vielen tausend Gründungen, und für bestimmte Gründerprofile sind sie schlicht die richtige Wahl.
Was du hier bekommst: die echten Preise, recherchiert im Juli 2026 direkt auf den offiziellen Preisseiten der Anbieter, die tatsächlichen Stärken jedes Dienstes — und die Lücken, die dich als DACH-Gründer teuer zu stehen kommen können. Am Ende ordnen wir unser eigenes Angebot mit denselben Maßstäben ein. Versprochen.
Die drei Anbieter im Schnellüberblick
Bevor wir ins Detail gehen, die Kernfakten auf einen Blick:
| Kriterium | Firstbase | Doola | StartGlobal | |---|---|---|---| | Gründung | 399 $ einmalig | ab 297 $/Jahr (Abo) | ab 399 $ einmalig | | Staatliche Gebühren | im Preis enthalten (nur Delaware/Wyoming verfügbar) | extra | inklusive | | EIN (US-Steuernummer) | inklusive | inklusive | inklusive | | Registered Agent | 299 $/Jahr extra | im Abo enthalten | Jahr 1 inklusive, danach 99 $/Jahr | | Buchhaltung + US-Steuern | Add-ons, Tax Filing ab 899 $/Jahr | Pakete ab 1.999 $/Jahr | Managed-Plan 149 $/Monat | | Sprache | Englisch | Englisch | Englisch | | DACH-Steuerkontext | nein | nein | nein |
Alle Preise Stand Juli 2026, in US-Dollar, ohne Gewähr — Anbieter ändern ihre Preisstruktur regelmäßig. Auffällig: Bei den Kernleistungen (Gründung, EIN, Registered Agent) nehmen sich die drei wenig. Die echten Unterschiede stecken im Preismodell — Einmalzahlung versus Abo — und in den laufenden Kosten ab dem zweiten Jahr.
Firstbase: Der Etablierte aus der Startup-Szene
Firstbase hat sich vor allem in der US-Startup-Welt einen Namen gemacht und setzt auf ein modulares Modell: Die Gründung kostet einmalig 399 US-Dollar und ist auf Delaware oder Wyoming beschränkt — für die meisten DACH-Gründer kein Problem, weil Wyoming ohnehin der Standard für Non-Resident-LLCs ist. Die EIN, also deine US-Steuernummer, ist im Preis enthalten.
Firstbase-Preise (Stand Juli 2026)
| Leistung | Preis | |---|---| | Gründung (Delaware oder Wyoming, inkl. EIN) | 399 $ einmalig | | Agent Autopilot (Registered Agent + Compliance) | 299 $/Jahr pro Bundesstaat | | Mailroom (US-Postadresse) | ab 35 $/Monat | | Accounting (US-Buchhaltung) | 599 $/Monat | | Tax Filing (US-Steuererklärung) | 899 $/Jahr (Single-Member-LLC mit ausländischem Inhaber) bzw. 1.799 $/Jahr (Multi-Member-LLC/C-Corp) | | Bundle Firstbase One | 199 $/Monat bei jährlicher Zahlung |
Das kann Firstbase gut
Das Produkt ist ausgereift, das Dashboard aufgeräumt, und du bekommst vom Registered Agent bis zur US-Buchhaltung alles aus einer Hand. Wer sich im US-Startup-Ökosystem bewegt, später Investoren an Bord holen oder in Richtung Delaware-C-Corp denken will, ist hier in einer Umgebung, die genau diese Welt versteht.
Wo es für DACH-Gründer hakt
Das modulare Modell bedeutet: 399 US-Dollar sind nur der Anfang. Registered Agent (299 US-Dollar pro Jahr), US-Postadresse (ab 35 US-Dollar pro Monat) und vor allem Buchhaltung plus Tax Filing summieren sich schnell auf einen vierstelligen Dollar-Betrag pro Jahr. Und: Alles läuft auf Englisch, der Support arbeitet in US-Geschäftszeiten, und auf Fragen zu deiner deutschen Steuererklärung bekommst du dort — logischerweise — keine Antworten.
Doola: Der günstigste Einstieg — mit Abo-Logik
Doola fährt die gegenteilige Strategie: keinen Einmalpreis, sondern Jahresabos, in denen die Gründung nur der erste Baustein ist. Das Unternehmen positioniert sich mit dem Versprechen einer kompletten Business-Infrastruktur bis hin zum Rundum-Paket namens Business-in-a-Box.
Doola-Preise (Stand Juli 2026)
| Plan | Preis | Enthalten | |---|---|---| | Starter | 297 $/Jahr + State Fees | Gründung, EIN, Registered Agent, US-Geschäftsadresse | | Pulse (Bookkeeping) | 300 $/Jahr | automatisierte Buchhaltung, Ausgaben-Tracking | | Tax and Compliance | 1.999 $/Jahr + State Fees | zusätzlich US-Steuererklärungen (Federal + State), 1:1-Steuergespräch | | Business-in-a-Box | 2.999 $/Jahr + State Fees | zusätzlich persönlicher Buchhalter, Monatsabschlüsse |
Wichtig zu verstehen: Der Starter-Plan ist ein Abo. Die 297 US-Dollar fallen jedes Jahr erneut an, weil Registered Agent und US-Geschäftsadresse daran hängen. Die staatlichen Gebühren — je nach Bundesstaat grob 50 bis 500 US-Dollar — kommen im ersten Jahr obendrauf und gehen direkt an den jeweiligen Bundesstaat.
Das kann Doola gut
Der Einstiegspreis ist der niedrigste im Vergleich, und die Paketstruktur ist klar: Wer mehr braucht, bucht die nächste Stufe. Die Wahl des Bundesstaats ist dabei nicht auf zwei Optionen beschränkt. Für Gründer, die von Anfang an wissen, dass sie US-Buchhaltung und US-Steuererklärung aus einer Hand wollen, ist die Staffelung nachvollziehbar aufgebaut.
Wo es für DACH-Gründer hakt
Über drei Jahre gerechnet relativiert sich der günstige Einstieg: Dreimal 297 US-Dollar plus staatliche Gebühren liegen am Ende über dem, was du bei einem Einmalpreis-Anbieter zahlst. Die Steuerpakete decken ausschließlich US-Pflichten ab — die Anlage AUS, der Progressionsvorbehalt oder die Frage, wie dein Finanzamt die LLC einstuft, sind nicht Teil des Produkts. Und auch hier gilt: Support und Dokumente auf Englisch.
StartGlobal: Transparente Preise für Non-Residents
StartGlobal richtet sich von allen dreien am klarsten an Gründer außerhalb der USA und fährt das transparenteste Preismodell: ein Einmalpreis, in dem die staatlichen Gebühren bereits enthalten sind.
StartGlobal-Preise (Stand Juli 2026)
| Leistung | Preis | |---|---| | Gründung all-inclusive (State Fees, EIN, Registered Agent Jahr 1, Bank-Setup-Hilfe) | ab 399 $ einmalig | | Beispiel Wyoming (inkl. aller staatlichen Gebühren) | 599 $ einmalig | | Registered Agent ab Jahr 2 | 99 $/Jahr | | Annual-Report-Service | 299 $/Jahr | | Managed LLC (Buchhaltung, US-Tax-Filing, Reports, Compliance) | 149 $/Monat |
Der Einstiegspreis variiert je nach Bundesstaat, weil die staatlichen Gebühren eingerechnet sind — für Wyoming ruft StartGlobal beispielsweise 599 US-Dollar all-inclusive auf (Stand Juli 2026).
Das kann StartGlobal gut
Keine versteckten Folgekosten im ersten Jahr: Der Registered Agent ist zwölf Monate inklusive und kostet danach mit 99 US-Dollar pro Jahr am wenigsten im Vergleich. Die Hilfe bei der Kontoeröffnung ist auf Non-Residents zugeschnitten. Wer es bequem will, bekommt mit dem Managed-Plan eine Flatrate für Buchhaltung, Annual Reports und US-Steuererklärung — ohne Umsatzstaffeln, kündbar ohne Vertragsbindung.
Wo es für DACH-Gründer hakt
Non-Resident heißt bei StartGlobal: weltweit. Das Produkt ist für Gründer aus Indien genauso gebaut wie für Gründer aus Brasilien oder Deutschland — entsprechend generisch bleibt es beim Steuerkontext deines Wohnsitzlandes. Der Managed-Plan kostet aufs Jahr gerechnet 1.788 US-Dollar. Und auch hier läuft alles auf Englisch.
Was kostet das erste Jahr wirklich?
Rechnen wir ein realistisches Szenario: eine Wyoming-LLC (der Standardfall für DACH-Gründer), nur die US-Basisleistungen, ohne Buchhaltung und Steuererklärungen. Alle Zahlen Stand Juli 2026:
| Anbieter | Jahr 1 (ca.) | Ab Jahr 2 (laufend, ca.) | |---|---|---| | Doola Starter | 400 $ (297 $ Abo + rund 100 $ Wyoming-Filing-Fee) | 297 $/Jahr Abo | | Firstbase | 700 $ (399 $ Gründung + 299 $ Agent) | 299 $/Jahr Agent + optionale Add-ons | | StartGlobal | 599 $ all-inclusive | 99 $/Jahr Agent + optional 299 $/Jahr Annual-Report-Service |
Dazu kommt ab dem zweiten Jahr die staatliche Annual-Report-Gebühr in Wyoming (mindestens 60 US-Dollar, zahlbar direkt an den Bundesstaat — Details beim Wyoming Secretary of State). Und ein Punkt, den viele übersehen: Die US-Steuererklärung inklusive Form 5472 brauchst du als ausländischer LLC-Inhaber praktisch immer. Als Zusatzleistung kostet dieses Tax Filing bei den Anbietern rund 900 bis 2.000 US-Dollar pro Jahr — egal wie günstig die Gründung selbst war. Wer Form 5472 verschläft, riskiert eine Strafe ab 25.000 US-Dollar.
Der blinde Fleck: Dein Steuerproblem ist nicht amerikanisch — es ist deutsch
Und damit zum wichtigsten Abschnitt dieses Vergleichs. Die US-LLC zu gründen ist der leichte Teil — das erledigen alle drei Anbieter sauber. Die teuren Fragen entstehen auf deiner Seite des Atlantiks, und dort ist keiner der drei für dich da.
Die LLC ist in Deutschland meist steuerlich relevant — sofort
Wohnst du in Deutschland, gilt das Welteinkommensprinzip: Deine LLC-Gewinne sind hier steuerpflichtig und landen in der Regel über die Anlage AUS in deiner Einkommensteuererklärung. Wie die LLC genau eingestuft wird — als Personengesellschaft oder als Kapitalgesellschaft — entscheidet der sogenannte Rechtstypenvergleich anhand der konkreten Ausgestaltung deines Operating Agreements. Eine US-Preisseite erklärt dir das nicht, und der Support-Chat kann es auch nicht.
Wegzugsbesteuerung und Außensteuergesetz
Planst du den Wegzug aus Deutschland, greifen die Regeln des Außensteuergesetzes — etwa die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG, wenn deine LLC als Kapitalgesellschaft eingestuft ist, oder die Hinzurechnungsbesteuerung der §§ 7 ff. AStG bei ausländischen Gesellschaften mit überwiegend passiven Einkünften. Das sind exakt die Themen, bei denen dir ein auf Geschwindigkeit optimierter US-Anbieter nicht helfen kann — und ehrlicherweise auch nie behauptet hat, es zu können.
Betriebsstätte: Der Klassiker unter den Denkfehlern
Führst du deine LLC vom Schreibtisch in München aus, liegt der Ort der Geschäftsleitung in Deutschland — mit der Folge, dass die Gewinne hier versteuert werden. Die US-LLC ist für DACH-Gründer ein Struktur-Werkzeug für Haftungsbegrenzung, US-Marktzugang und Payment-Infrastruktur — kein Steuersparmodell. Jeder Anbieter oder Influencer, der dir etwas anderes suggeriert, verkauft dir ein Problem.
Support-Zeitzonen und Dokumente
Praktisch gedacht: Wenn der US-Support um 15 Uhr New Yorker Zeit antwortet, ist es in Berlin bereits 21 Uhr. Alle Verträge, Operating Agreements und Steuerdokumente kommen auf Englisch — dein Finanzamt und dein Steuerberater brauchen aber eine saubere Einordnung, was diese Struktur ist und wie sie steuerlich zu behandeln ist. Diese Übersetzungsarbeit, sprachlich wie fachlich, bleibt bei den US-Anbietern komplett an dir hängen.
Und wo steht Einfach Gründen? Die ehrliche Selbsteinordnung
Jetzt drehen wir den Spieß um und bewerten uns selbst mit denselben Maßstäben. Zuerst die Preise:
| Paket | Preis | Kern | |---|---|---| | Starter | 997 € einmalig | Gründung, EIN, Registered Agent (1 Jahr), Dashboard, E-Mail-Support | | Professional | 1.900 € einmalig | zusätzlich 12 Monate begleiteter Support und Compliance-Begleitung | | Concierge | 3.000 € einmalig | zusätzlich priorisierter Support und erweiterte Begleitung |
Ja, wir sind teurer als die reine US-Formation bei Doola oder StartGlobal. Der Grund: Es ist ein anderes Produkt. Du bekommst keine reine Formation, sondern deutschsprachige Begleitung mit DACH-Fokus inklusive Dashboard mit Fristen und Hinweisen zu Annual Report und einer möglichen Form-5472-Pflicht. Im Starter-Paket sind Gründung, EIN, Registered Agent für ein Jahr, Dashboard und E-Mail-Support enthalten; 12 Monate begleiteter Support gibt es ab dem Professional-Paket. Wir ersetzen keine individuelle Steuerberatung, bereiten die Struktur und Unterlagen aber so auf, dass ein beauftragter Fachberater direkt damit arbeiten kann.
Und die ehrliche Gegenrechnung: Wenn du fließend Englisch sprichst, deine US-Compliance selbst im Griff hast und bereits einen Steuerberater mit US-Erfahrung an deiner Seite weißt, bekommst du die reine Formation bei den drei US-Anbietern günstiger. Das ist keine Schwäche unseres Modells — es ist eine andere Zielgruppe.
Entscheidungshilfe: Wer sollte was nehmen?
- Nimm Doola, wenn du das kleinste Einstiegsbudget hast, mit der Abo-Logik leben kannst und dir reine US-Betreuung auf Englisch reicht.
- Nimm Firstbase, wenn du dich im US-Startup-Ökosystem bewegst, ein modulares System willst und perspektivisch Richtung Investoren oder C-Corp denkst.
- Nimm StartGlobal, wenn du transparente Einmalkosten willst und langfristig die niedrigsten Basiskosten suchst — der Registered Agent für 99 US-Dollar pro Jahr ist der günstigste im Vergleich.
- Nimm Einfach Gründen, wenn du deutschsprachige Begleitung willst, dein Steuerkontext in Deutschland, Österreich oder der Schweiz liegt und du jemanden brauchst, der beide Welten kennt.
Für alle vier gilt gleichermaßen: Um die US-Steuererklärung inklusive Form 5472 und um deine Steuererklärung im Wohnsitzland kommst du nie herum. Plane diese Kosten von Anfang an ein — sonst vergleichst du Äpfel mit halben Birnen.
Fazit: Es gibt keinen besten Anbieter — nur den besten für dein Profil
Firstbase, Doola und StartGlobal sind allesamt seriöse, funktionierende Services, die tausendfach US-LLCs für internationale Gründer aufsetzen. Wer nur die reine US-Formation sucht, sicher Englisch spricht und die Steuerseite im Wohnsitzland eigenständig mit einem erfahrenen Steuerberater klärt, macht mit jedem der drei nichts falsch — und spart gegenüber einem Full-Service-Angebot echtes Geld.
Die entscheidenden Fragen stellst du dir am besten vor dem Klick auf den Bezahl-Button: Wie gut ist dein Englisch wirklich, wenn es um Steuerformulare und Compliance-Fristen geht? Und wer beantwortet dir die deutsche Seite — Anlage AUS, Betriebsstätte, AStG? Wenn die Antwort auf die zweite Frage niemand lautet, ist der günstigste Gründungspreis am Ende der teuerste.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Sprich vor der Gründung mit einem Steuerberater, der sowohl das deutsche als auch das US-Steuerrecht kennt — gerade bei Wegzugsplänen, AStG-Fragen und Betriebsstättenthemen. Alle Preisangaben stammen aus unserer Recherche vom Juli 2026 und können sich jederzeit ändern.